Technologie - der Mythos unserer Gesellschaft...
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Ein Beispiel aus der Gegenwart: In der Diskussion rund um den Klimawandel und erneuerbare Energien titelte eine Tageszeitung: "Technologie statt Bestrafung". Die Menschen glauben an Technologie, denn technologische Erfindungen haben in unserer Geschichte immer wieder Meilensteine gesetzt. Doch gerne vergisst man bei dieser Betrachtung, dass erst der Mensch die jeweilige Technologie zu einem Meilenstein gemacht hat. Denn erst wenn der Mensch technologische Entwicklungen akzeptiert und annimmt, erst dann können diese Entwicklungen ihre volle Wirkung entfalten. Würden amerikanische Autos im Durchschnitt nur 6 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer benötigen (was technisch heutzutage durchaus möglich wäre) und würde man weltweit alle thermischen Kraftwerke auf den neuesten Stand der Technik bringen, so würden die weltweiten CO2 Emissionen um mehr als ein Drittel gesenkt. Technologie könnte also viel bewirken. - Und doch: es geschieht nicht (sofort).
Es geschieht (noch) nicht, weil Menschen diese Technologie anwenden und umsetzen müssen. Gutenberg wird heute als der Held des modernen Informationszeitalters bezeichnet. Er hat eine Technologie (den Buchdruck) entwickelt, die es ermöglichte, den Menschen seiner Zeit Wissen zu vermitteln. Doch, was die wenigsten wissen: Gutenberg selbst musste Konkurs anmelden, da niemand seiner unmittelbaren Zeit den Wert seiner Erfindung erkannte, bzw. manche Menschen die Verbreitung dieser Erfindung zu verhindern versuchten. Letztendlich hat zwar die Technologie des Buchdruckes gesiegt, doch erst dann, als die Menschen auf diese neue technologische Erfindung vorbereitet waren.
Deshalb sollte man Technologie als das sehen, was sie ist: als Katalysator, nicht als Allheilmittel. Benutzt man sie, indem man vorher die Menschen auf ihren Einsatz vorbereitet, dann kann sie viel bewirken. Glaubt man nur an die Technologie und vernachlässigt dabei die Menschen, die mit dieser Technologie in Zukunft arbeiten und leben müssen, so wird ihr Einsatz ineffizient, betriebswirtschaftlich unrentabel und stark zeitverzögert sein.
Aus diesen Überlegungen heraus sehen wir uns nicht nur als Lieferanten von Informationstechnologie, sondern auch als Wegbereiter für diese Technologie in den Unternehmen unserer Kunden.
© Dipl.Ing. Markus Sommerauer, AT-2004
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